Die englische Firma Retrokit hat den Entwurf ein wenig überarbeitet:
"Retrokit's model kit of the Da Vinci tank represents what could have been. [...] we gave it smaller but wider wheels and a higher
ground clearance. [...] The turret was also kept, but to ease loading and unloading, we added a large door to the hull. The firing
ports are reduced in number and relocated higher on the hull."
In einer sehr stabilen Kartonage mit einem schönen Deckelbild finden sich dann gut gegossene Resinteile mit kleinen Angüssen sowie
drei Abziehbilder für Wappen.

Beim Abtrennen der Angüsse am Panzeroberteil passierte mir dann ein kleines Missgeschick: ich brach ein Teil der Panzerung mit ab. Also besser mit einer photogeätzten Säge die Angüsse grob entfernen und den Rest dann mit Schleifpapier entfernen!
Zeitaufwand bisher (inklusive Versäuberung der Teile): 1 Stunde
Jetzt geht es an die Lackierung:
Zuerst das Vorschattieren "auf die faule Art". Ein 0,75mm breiter Edding betont die Ritzen zwischen den einzelnen Holzpaneelen.

Danach kommt ein erster Farbauftrag mit "Dark earth" von Gunze an die Reihe.
Das Preshading (die Vorschattierung) ist jetzt kaum noch wahrnehmbar - so soll es sein.
Nach diesem ersten Farbauftrag habe ich dann immer wieder einzelne Paneele abgeklebt und mit aufgehelltem, abgedunkeltem oder durch
die Zugabe von Rot und Ggelb farblich nuanciertem "dark earth" lackiert.
In diesem Stadium des Lackierens sah der da Vinci Panzer recht buntscheckig aus.
Abschliessend habe ich mehrfach stark verdünntes (75% Spiritus und nur 25% Farbe) und teilweise aufgehelltes "dark earth" über das
gesamte Fahrzeug genebelt - dadurch werden die Farbkontraste ein wenig "gebrochen" und die Oberfläche sieht schon wesentlich homogener
und nicht mehr so buntscheckig aus.
Mir war es wichtig, den Panzer mit nur einer Farbe zu bemalen, um zu sehen, ob ich alleine durch Aufhellen, Abdunkeln und die Zugabe
anderer Farben zur Grundfarbe ein breites Spektrum an Holztönen erzeugen könnte. "Dark earth" war dann schlicht der Farbton, der gerade
zur Hand war!
Die Bemalung der Kanonen/Handbüchsen erfolgte mit Messing von Gunze, die einzelnen Nieten, die die Paneele auf dem Grundgerüst halten
sowie die Scharniere der Zugangspforte wurden mit Tamiya XF-10 "Gun metal" per Pinsel bemalt.
Das kleine Modellchen ruht auf einer provisorischen Grundplatte aus einem Bilderrahmen mit zurechtgeschnittener Styrodurplatte, mit
Holzleim eingestrichen und NOCH-Flockage aus der Eisenbahn-Abteilung begrünt. Was noch fehlt, ist die farbliche Behandlung der grünen
Grundfläche...

Sollte ich den einen oder anderen Appetit geweckt haben: Retrokit versendet nach Deutschland für ein minimales Porto von ca. 2.50 Euro!
Und da die Modelle in wirklich extrem stabilen Kartons verpackt sind, ist der Postweg auch mit keinen Gefahren für die Modelle verbunden.
Besucht einfach mal www.retrokit.net und staunt - die Jungs haben unzählige
Modelle im Angebot, die sonst keiner hat.
Alle Fotos © 2009 Dr. Michael Brodhaecker .